Die Sozialdemokratie schwor in ihren Anfängen dem Marxismus die Treue. In vielen Ländern wurde sie zur Hauptpartei der Arbeiterklasse. Doch aufgrund der subjektiven Schwächen ihrer Führer – mangelnde theoretische Klarheit – und des Drucks des mächtigen Wirtschaftsaufschwungs von den 1890er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg gab die Sozialdemokratie die Ideen der Revolution auf und bewegte sich in Richtung Reformismus. Sie verriet dann eine Revolution nach der anderen, spielte die Rolle von Streikbrechern und hielt die Arbeiterklasse zurück. Dies wiederum bereitete den Boden für den Aufstieg des Faschismus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Sozialdemokratie auf dem Rücken des beispiellosen Nachkriegsbooms ein neues Aufleben und wurde erneut zu einer dominanten Kraft innerhalb der Arbeiterbewegung. Als dieser Boom jedoch in den 1970er Jahren endete, mussten ihre Führer erneut die Brände des Klassenkampfes löschen. Sie haben Politik im Sinne der Kapitalistenklasse betrieben und dadurch viel von der einstigen Unterstützung verloren.
Fred Weston wird aus marxistischer Sicht erklären, warum all dies geschah und was heute aufgebaut werden muss.
Leseliste
Bücher
- Rosa Luxemburg – “Sozialreform oder Revolution?” (Englisch) (Spanisch) (Französisch) (Deutsch) (Portugiesisch)
Artikel
- Karl Marx – “Kritik des Gothaer Programms” (Englisch) (Spanisch) (Französisch) (Deutsch) (Portugiesisch)
- Daniel Morley – “Die Krise der Sozialdemokratie” (Englisch)
Videos
- Andréas Coste – Schulden und das Programm von La France Insoumise: Reform oder Revolution?Französisch)
- Guillaume Eudeline – Warum LFI die Polizei nicht reformieren kannFranzösisch)

