Im Mai 1936 gewann die Volksfront die französischen Parlamentswahlen. In den Wochen nach der Wahl brach eine Streikwelle aus. Während des damals größten Generalstreiks der französischen Geschichte errangen die französischen Arbeiter gewaltige Zugeständnisse von der herrschenden Klasse, darunter die 40-Stunden-Woche und – zum ersten Mal – bezahlte Urlaubszeiten!
Diese Ereignisse sind unter der französischen Linken und der Arbeiterbewegung zu einem Mythos geworden, der in den Köpfen vieler linker Aktivisten und radikaler Arbeiter mit Sieg und Fortschritt verbunden ist. Aber als kommunistische Revolutionäre ist es unsere Pflicht, nicht zu gedenken, sondern die Realität dieses Prozesses zu verstehen, die alle reformistischen Führungen seit 1936 zu verbergen und zu verfälschen suchten.
Wir müssen verstehen, was die Volksfront wirklich war. Warum brach sie letztendlich zusammen? Welche Bedeutung hatten die Streiks im Mai und Juni 1936? Warum wurden die meisten ihrer Errungenschaften schnell angefochten und zerstört? Warum endete diese historische Periode der Mobilisierung der französischen Arbeiterklasse mit der Einführung einer bonapartistischen Diktatur unter Marschall Pétain? Und, was am wichtigsten ist, welche Lehren können diese Ereignisse für alle bieten, die heute den Kapitalismus stürzen wollen?
Leseliste
- Leo Trotzki – “Programm der Aktion für Frankreich” (1934)
- Leon Trotzki – “Die entscheidende Stunde in Frankreich” (1938)
- Rob Sewell – “Unter falscher Flagge: Stalinismus und ‘Volksfrontismus’ – eine Falle für die Arbeiterklasse” (2024)
- Leo Trotzki – “Wohin steuert Frankreich?” (1934-1936)
- Leo Trotzki – “Frankreich am Scheideweg” (1936)
